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Das Leben danach PLEISTOSCENE
Sonic Seducer (Musik Magazin) interviews Zim Zum
Transcribed by: GlitterZim

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Unter dem Namen Pleistoscene bereitet Ex-Marilyn Manson Gitarrist Zim Zum nach gut vier Jahren Sendepause seit einiger Zeit sein musikalisches Industrialrock-Sounds dem Meister ordentlich die Leviten zu lessen. Um so erfreuter sind wir, als erstes europäisches Magazin überhaupt nach dem großen Split mit dem Pleistoscene-Mastermind zu sprechen.

Dauerte Zim Zums rockiges Intermezzo bei den verrückten Ober-Weirdos um Brian Warner auch nicht allzu lange (nach dem Rauswurf von Saitenmann Daisy Berkowitz während der Studioarbeiten zum '96er „Remix And Repent"-E.P., den Remixen der „Tourniquet" – Single und nicht zuletzt den Songs des '98er Erfolgslongplayers „Mechanical Animals"), so hatten zumindest die internationalen Gerüchteküchen angesichts der Bekanntgabe seines überstürzten Weggangs einiges an Halbund Unwahrheiten warmzuhalten, und nicht zuletzt die überraschende Wahl des Nachfolgers in Person von Ex-TWO-Member John Lowery aka John 5 enthielt nicht unwesentliche Brisanz. Mithin ein Thema, welches sich auch zwischen den Zeilen von Songs wie „Ordinary Life" oder „In Denial (Just Like You)" des noch unbetitelten Debüts wiederfindet. Doch trotz seiner unehrenhaften Entlassung/Desertierung bleibt man beim heiklen Thema Marilyn M. überraschend locker. „Ich hege keinerlei negative Gefühle ihm oder den anderen gegenüber und bin sicherlich der letzte, der seine Zeit mit Songs über Marilyn Manson verschwenden würde. Die 13 Stücke des kommenden Albums spiegeln größtenteils Eindrücke und Emotionen einer gewissen Periode meines Lebens wider, lassen sich aber genauso gut auf jeden anderen Menschen

„Ich bin sicherlich der letzte, der seine Zeit Mit Songs über Marilyn Manson Verschwenden würde... Zim Zum

übertragen." Zim Zum hat merklich abgeschlossen: Mit seiner musikalischen Vergangenheit ebenso wie mit dem ausschweifenden Lebensstil, den Exzessen jedweder Couleur und nicht zuletzt einer aussichtsreichen Karriere als hochdotierter Mega-Stadionrockstar der obersten Liga. Nach dem Ausstieg packet man im schicken Hollywood seine sieben Sachen inclusive 80 (!) Gitarren und zog kurzerhand wieder ins heimische Chicago zurück. Pleistoscene ist Zim zums ureigenstes Manifest – allein sein Künstlername stellt ein Relikt aus alten Tagen dar. „Mir war sofort klar, daß ich diesen Namen behalten würde, was immer auch passiert. Nichts charakterisiert so dermaßen passend meine gespaltene Persönlichkeit wie das Synonym Zim Zum. Ebenso wie der Bandname Pleistoscene, er als historischer Fachbegriff einen bestimmten Abschnitt in der Entwicklung der Menschheit während der jüngsten Eiszeit beschreibe. Einerseits starb ein graßer Teil der Menschen, andererseits entwickelten sich jedoch die ersten Ansätze von Kenst in Form der Höhlenmalereien. Irgendwo dazwischen befinden wir uns mit der Band: Irgendwo im universellen Chaos von Ende und Neuanfang. "Im eigens eingerichteten Homestudio schottete man sich erst einmal ein gutes Jahr fast hermetisch von der Außenwelt ab, setzte weder einen Fuß vor die Tür, noch nahm man den Telefonhörer ab und auch den Fernseher verbannte man in die Abstellkammer, um ungestört der inneren Stimme lauschen zu können und der hauseigenen Kreativität nach zwei Jahren harter Manson-Knechtschaft per 14-Stunden-Studio-Tag wieder auf die Sprünge zu helfen, „Irgendwann während der Aufnahmen zu ‚Mechanical Animals' merkte ich, daß ich eigentlich mehr zu sagen hatte als die Sachen, die ich dort einbringen konnte. In Chicago hatte ich nach sehr langer Zeit endlich wieder die nötige Ruhe und Abstand, um zurück auf den Boden der Tatsachen zu kommen und ohne irgendwelche Richtlinien die Musik machen zu können, die ich selbst hören wollte.

Die Zeit in MM war wie ein Seiltänzerakt, be idem man fast 24 Stunden am Tag den puren Rock 'n Roll-Wahnsinn vor Augen hatte und der sich sehr abstumpfend ausgewirkt hat. Danach knonnte ich mir plötzlich wieder meine eigenen Sachen anhören, ohne zwanghaft jeden Chorus oder jedes Riff im Geiste zu analysieren und zu verbessern. Fast hatte ich das Gefühl, in meinen eigenen Songs mit mir zu sprechen, mir etwas mitteilen zu wolln..."

Selbst wenn sich Pleistoscene rein musikalisch in einer ähnlichen, wenn auch witaus aggressiveren und punkigen Schublade mit Marilyn Manson beinden, so unterscheiden sich Mastermind Zim Zum (Vocals, Gitarre), Nyxon Ashur (Vocals), Taylor Barrett (Bass), Haze L. Finn (Drums) und Tate Channing (Keyboards) doch zumindest in Sachen Einstellung ganz deutlich von Rock-Diabolus Manson und seinem General Twiggy Ramirez. „In MM war es mir sehr wichtig, ein bestimmtes Image zu transportieren, ein Rockstar-Klischee zu erfüllen. Heute ist dies genau umgekehrt: Die Macher sin dim Hintergrund, während wir die Musik für sich selbst sprechen lassen wollen. Dies ist auch die wichtigste Botschaft von Pleistoscene – sei du selbst, verwirkliche deine Träume und laß' dir von niemandem etwas vorschreiben oder vormachen. Alles im Leben hat auch eine Seite, die dich nicht verführerisch anlächelt. Egal ob Demokratie, Anarchie, Religion, Philosophie, Erfolg, Liebe... Du bekommst nie das, was du siehst. In gewisser Weise spielen wir sehr sarkastisch, manchmal sogar sadistisch mit diesen Idealen. 'Bye, bye Ms. American Pie. Drove my Chevy off the levee but I still didn’t die...'"

Wann das Debüt von Pleistoscene erscheint, stand bei Drucklegung leider noch nicht fest. Momentan ist man jedoch mit ahlreichen Plattenfirmen in Verhandlung; ebenso sind einige europäische Livegigs im Gespräch. Ganz Neugierigen sei die bandeigene Homepage empfohlen, auf der man sich den Song „Who Will Save Us Now?" als Mp3-File herunterladen kann.

Thomas Clausen
www.pleistoscene.com

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